Heidschnucken
Unser Bild im Mai
Unser Bild im Mai | Die Heidschnucke
Gefährdete Nutztierrasse des Jahres, die Moorschnucke
Die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2026 ist die Moorschnucke Ovis aries (ammon) f. aries geworden. Auch „Weiße hornlose Heidschnucke“ genannt, wurde sie in den niedersächsischen Hochmooren gezüchtet und ist an das Leben in Hochmooren und Magerwiesen angepasst. Mit einem vergleichsweisen niedrigen Gewicht von ca. 40 kg kommt sie auf moorigem Untergrund und mit geringem Nährstoffgehalt der dort wachsenden Pflanzen gut zurecht. Sie frisst Heidekraut, selbst harte Gräser und junge Birken, deshalb wird sie gerne und erfolgreich zur Beweidung in sensiblen Moorgebieten als Naturschutzhelfer eingesetzt. In der Diepholzer Moorniederung wird seit Jahrzehnten erfolgreich mit Moorschnukenherden Moorpflege betrieben. Nebenbei liefern sie hervorragendes Fleisch, das als Delikatesse gehandelt wird.
Trotz dieser Vorzüge ist die Moorschnucke heute selten geworden. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) kümmert sich um solche alte und gefährdete Haustierrassen und bemüht sich um deren Erhalt. Das Hüten einer Schafherde, wie es auf den empfindlichen Hochmoorflächen erforderlich ist, ist sehr arbeitsintensiv, aufwändig und damit personell teuer. Leider lässt sich das heute schwer umsetzen.
Hilfreich wäre es, wenn wir Verbraucher, wenn wir denn gerne Lammfleisch essen, auch auf heimische Herkunft achten würden und bereit wären, die dabei entstehenden Kosten mitzutragen.
Schnuckelige Grüße aus dem MoorIZ
Bild: GEH-Regionalgruppe, M. Schüßler













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