Freiwilligendienste

Freiwilliges Ökologische Jahr (FÖJ)

Mit Kopf und Hand aktiv im Naturschutz: Das Freiwilliges Ökologisches Jahr im Land Hadeln ist eine abwechslungsreiche, naturverbundene und eigenverantwortliche Tätigkeit. Wer sich sinnvoll im Umwelt- und Naturschutz engagieren möchte, dem bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten. Nach der Schule - der andere Berufseinstieg!

Dazu gehört u.a. die Betreuung des Moorbahnprojekts im Ahlenmoor. Moorbahnfahrten begleiten und sich auf andere Weise einbringen – das Spektrum möglicher Aufgaben ist breit angelegt. Alles geschieht unter fachkundiger Aufsicht und Anleitung einer hauptamtlichen Biologin.

Dein FÖJ bei uns im MoorIZ.
Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) beginnt in der Regel am 1. September eines jeden Jahres, Bewerbungsfrist ist der 15. März. Ansprechpartnerin ist Karin Fäcke, E-Mail: .

Umfeld

Die Samtgemeinde Land Hadeln liegt im nordwestlichen Teil des Elbe-Weser-Dreiecks an der südlichen Nordsee. Ihren Sitz hat die Verwaltung in der Stadt Otterndorf, rund 18 km südöstlich von Cuxhaven. Sie besteht aus 14 Mitgliedsgemeinden mit ca. 27.100 EinwohnerInnen. Die 406,59 Quadratkilometer große Samtgemeinde wird überwiegend durch die Landwirtschaft geprägt. Das MoorIZ liegt in Wanna / Ahlen-Falkenberg in ländlicher Umgebung.

Unterkunft und Verpflegung

Unterkunft kann evt. im MoorIZ gestellt werden. Verpflegung kann leider nicht geboten werden.

Besonderheiten

Selbständiges Arbeiten ist wünschenswert. Der Besitz des Führerscheines Klasse B ist erforderlich.

Weitere Informationen

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum FÖJ allgemein – wie zum Beispiel eine Info-Broschüre – gibt es bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA), die das FÖJ in Niedersachsen landesweit koordiniert.

Willkommen! Kaylee und Pascal in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) & Bundesfreiwilligendienst

Seit einem Monat erleben wir das Ahlenmoor hautnah. Dank unserem freiwilligen ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst haben wir die Möglichkeit im MoorInformationsZentrum mit anzupacken und viel über die Natur hier zu lernen.

Wir haben die Wanderwege und die Geocaching-Route kontrolliert und bei einer Moorbahnfahrt viel über das Moor erfahren. Damit die Moorbahn ohne Probleme fahren kann, haben wir bei der Begradigung der Gleise geholfen. Mit der richtigen Musik und einer kleinen Pause zwischendurch ist auch diese körperlich anstrengende Arbeit ein großer Spaß.  Auch im MoorIZ selbst haben wir den Themenshop und die Ausstellung kennengelernt und werden am Infotresen eingearbeitet. Wir durften bereits einige Veranstaltungen miterleben und fleißig mithelfen.

Auf die kühleren Monate bereiten wir uns nun vor und freuen uns auf diese Zeit mit spannenden Aufgaben und Erlebnissen rund um das MoorIZ.

Oktober & November

Nach drei Monaten Freiwilligendienst im MoorIZ sind wir richtig eingearbeitet und haben uns an den abwechslungsreichen Alltag gewöhnt. Auch am Infotresen können wir alleine die Stellung halten, Produkte aus unserem Themenshop verkaufen und Besuchern bei Fragen helfen.

Jetzt zur dunklen Jahreszeit wird es allerdings immer ruhiger im MoorIZ, weshalb wir uns Zeit nehmen, die Veranstaltungen für das kommende Jahr 2022 zu planen. Wir haben uns schon einige schöne Sachen für die Osterferien ausgedacht. Außerdem erneuern wir gerade den Waldrucksack mit verschiedenen spannenden Aufgaben und Spielen, sodass ihr nächstes Jahr die Waldrunde mit dem Rucksack neu entdecken könnt.

Wie immer gibt es auch viel draußen zu tun. Wir haben dabei geholfen die Brombeeren am Moorpad zu schneiden, wegzubringen und zu entkusseln, also jungen Baumaufwuchs zu entfernen. Zurzeit sind wir sehr damit beschäftigt die Birken im Moor zu schneiden und die Stämme und Äste wegzutragen. Das Entkusseln und Schneiden der Birken ist übrigens notwendig, da diese Bäume dem Moor das nötige Wasser entziehen und beschatten.

In der Zwischenzeit sind wir auch noch für unsere eigenen beständigen Aufgaben zuständig, wie beispielsweise der Beetpflege, der Kontrolle unserer Wege und Wasserproben.

Im MoorIZ wird es so langsam weihnachtlich und auch unser Tannenbaum steht schon. Wir freuen uns auf die weitere Zeit und wünschen euch schon mal eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Dezember & Januar

Im Dezember und Januar waren wir, trotz des kalten Wetters, viel draußen beschäf-tigt. Wir haben weiterhin Birken gesägt und haben die neuen und die zuvor schon geschnittenen Äste zum Sandweg gebracht. Dort wurden diese geschreddert und es entstanden große Holzschredderhaufen. Diese haben wir dann auf dem Moor-pad verteilt, indem wir den Schredder in Schubkarren geladen und auf dem Weg mit einer Harke verteilt haben. Dadurch ist der Weg nicht mehr matschig und die Gäste können darauf besser laufen.
Außerdem haben wir während des Sägens Äste von jungen Birken und etwas dün-nere Birkenstämme für den Knüppeldamm auf dem Moorpad geschnitten. Aus den Ästen haben wir circa vierzig kleine Besen gebunden. Mit diesen Besen haben wir beim Knüppeldamm einen Weg gelegt und diesen mit einem Flechtzaun aus Wei-den befestigt.  Aus den Birkenstämmen werden wir in naher Zukunft einen weiteren Weg erneuern.
Der Holzsteg auf dem Moorpad wurde zunehmend morsch, weshalb wir dabei mit-geholfen haben diesen abzubauen und ihn jetzt auch wieder zu erneuern.
Allerdings waren wir nicht nur draußen, sondern haben natürlich auch im Haus mitgeholfen. Wir haben für unseren Shop Torfschalen und Torfpapier hergestellt, die nun dort verkauft werden. Dafür haben wir Torf klein gemixt und mit Kleister vermischt. Diese klebrige Masse haben wir dann auf aufgeblasenen Luftballons zu einer Schale geformt. Nach dem trocknen wurde das innere der Schale noch gold angemalt. Für das Papier haben wir die klebrige Masse mit Zeitungspapierschnip-seln vermischt und mithilfe eines Papierschöpfrahmes Torfpapier geschöpft. Das war zwar sehr matschig, aber hat großen Spaß gemacht und die Ergebnisse sind sehr schön geworden.
Es gibt noch eine Menge zu tun und wir freuen uns auf die weitere Zeit hier.

Februar & März

Die in den letzten Monaten draußen begonnenen Arbeiten haben wir nun erledigt. Die Holzschredderhaufen sind fertig über den Moorpad verteilt, mit den Birkenstämmen haben wir den Knüppeldamm erneuert und auch der Holzsteg auf dem Moorpad wurde erfolgreich ab und mit neuem Holz wieder aufgebaut. Es gibt draußen allerdings immer genug zu tun, weshalb wir direkt mit neuen Aufgaben weitergemacht haben. Wir haben einige Bäume in der Sandkuhle gefällt, damit die dort stehende Heide mehr Sonne abbekommt. Außerdem haben wir einige Holunderäste geschnitten und aus diesen ein Insektenhotel gefertigt.
Anfang März war der Wahlpflichtkurs (WPK) der Johann-Heinrich-Voß Schule Otterndorf bei uns und wir haben gemeinsam die Nistkästen gesäubert. Das ist wichtig dafür, dass die Vögel und ihre Brut nicht krank werden, wenn diese nun im Frühling darin nisten, da die alten Nester oft voller Flöhe und anderem Ungeziefer sind. Es wurden jetzt auch die Termine festgelegt, wann der WPK uns dieses Jahr besuchen kommt und bei uns mithilft.
Mitte März habe ich ein Ökiglück in der Grundschule Bockhorster Weg gemacht. Ich konnte also eine Woche in eine andere FÖJ Einsatzstelle schnuppern und dort mitarbeiten. In dieser Woche habe ich der FÖJlerin Vorort bei ihren Aufgaben geholfen. Wir waren oft mit im Unterricht und haben den Kindern geholfen, hatten Pausenaufsicht und haben bei der Betreuung mit ihnen gespielt, gebastelt oder bei den Hausaufgaben geholfen. Bei der AG „Die Umweltdetektive“ haben wir mit den Kindern gemeinsam Kartoffeln eingepflanzt. Eine weitere Aufgabe war es frisches Obst zu schneiden und zu verteilen und sich natürlich auch um den Schulhof zu kümmern und dort zu harken und Müll zu sammeln. Es war echt interessant und schön einmal eine andere Einsatzstelle kennenzulernen. An alle zukünftigen FÖJler*innen: Es lohnt sich das einmal auszuprobieren!

April

Mein letzter Monat als FÖJlerin im MoorIZ verging wie im Fluge. Wir konnten die im Winter geplanten Osteraktionen durchführen und hatten viel Spaß gemeinsam mit den teilnehmenden Kindern zu basteln und zweimal auf die Jagd nach Ostereiern zu gehen.

Das Wetter wird immer schöner und somit kommen auch mehr Besucher und es fahren öfter Moorbahnen. Somit war ich oft damit beschäftigt Rätselhefte für die Familien- und Kinderfahrten zu drucken, damit wir vorerst einen kleinen Vorrat an Heften haben.

Die letzte Woche meines FÖJs werde ich auf einem Seminar verbringen. In einem FÖJ muss man nämlich 25 Seminartage absolvieren. Diese verbringt man mit anderen FÖJler*innen, man lernt etwas über die Natur und Umwelt und hat eine Menge Spaß mit diesen neu gewonnenen Freunden. Für mein letztes Seminar habe ich einen kleinen Vortrag über das Moor vorbereitet und gebe mein hier erworbenes Wissen weiter.

Ein großes Dankeschön an das MoorIZ Team, dafür, dass ihr für mich da wart und mir immer geholfen habt. Es war sehr schön mit euch zu arbeiten, aber auch zusammen zu lachen. Ich habe hier sehr viel für mein Leben gelernt und komme euch gerne mal wieder besuchen.

Es werden noch Freiwillige für das kommende Jahr gesucht! Also wenn du noch nicht weißt, was du nach der Schule machen möchtest und dich für die Umwelt einsetzten möchtest, bewirb dich gerne im MoorIZ.

Viele Grüße aus dem Ahlenmoor
Kaylee

FÖJ 2020/2021 - Hanne und Marie bei uns im Einsatz

Hanne und Marie waren für ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei uns im MoorIZ und berichten aus ihrer Sicht. Sie nehmen uns mit in ihren Alltag, der gar nicht so alltäglich ist!
 

Es gibt viel zu tun - packen wir es an!

Wir sind nun zwei Monate im MoorInformationsZentrum als FÖJ-ler beschäftigt. In dieser Zeit haben wir schon viel über das Moor gelernt und nebenbei einige Arbeitsabläufe erlernt und vieles erlebt.

Wir wurden unter anderem am Infotresen und damit auch in den Bereich Themenshop eingearbeitet, durften bei Kinderaktionen mithelfen und haben bei der Beetpflege rund um das MoorIZ, sowie beim Entkusseln der Moorheidefläche, mitgewirkt.

Diese aktive Zeit hat uns bereits sehr viel Spaß gemacht. (Nebenbei braucht man übrigens keinen Sport treiben.) In den nächsten Monaten erwarten uns viele weitere Aufgaben und spannende Seminare. Besonders freuen wir uns auf unsere eigenen Projekte, die wir eigenständig planen und umsetzen werden. Wir werden Dich auf dem Laufenden halten.

November & Dezember

Da wir im November die Moorausstellung, wegen Corona, schließen mussten, die Moorbahn nicht fahren durfte und der Themenshop geschlossen war, haben wir häufig draußen gearbeitet. Wir haben beim Entkusseln geholfen und sehr viele Äste und Sträucher am Moorpad weggetragen. Obwohl wir schon einiges geschafft haben, ist weiterhin noch viel zu tun. Nachdem ausgewählte Kiefern in der ehemaligen Sandkuhle im Wald gefällt wurden, haben wir die Äste zur Seite gelegt, damit diese nicht die dort wachsende Heide zerstören. Wochen zuvor waren wir auch mit dem Wahlpflichtkurs Moor der Johann-Heinrich-Voß-Realschule Otterndorf an dieser Stelle zum Entkusseln, also dem Entfernen von jungem Baumaufwuchs. Das soll den Magerrasen und bei uns selten gewordene Pflanzen, wie den Besenginster, erhalten.

Zwischenzeitlich haben wir im MoorIZ mit den Planungen der Veranstaltungen für 2021 begonnen, sowie mit der Ausarbeitung unserer eigenen Projekte. Hier kommt einiges auf uns zu.
Unser Seminar im November, welches in Lüneburg stattfinden sollte, wurden leider auch wegen Corona abgesagt.  Wir hatten uns schon gefreut alle anderen FÖJ-ler wiederzusehen, was nun noch warten muss, da die nächsten Seminare nur online stattfinden können.

Trotz Corona haben wir sehr viel zu tun. Wir sind schon gespannt was uns im neuen Jahr erwarten wird. Bis dahin wünschen wir euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten und vor allem gesunden Start ins neue Jahr.

Januar & Februar

Halbzeit heißt es leider schon für uns in unserem Freiwilligen ökologischem Jahr hier im MoorInformationsZentrum im Ahlenmoor. Im Januar sind wir mit frischer Energie und Motivation in das neue Jahr gestartet. Draußen erwarteten uns viele Holzschredderhaufen, die auf den Wegen des Moorpads verteilt werden mussten. Dabei konnten wir den Schredder teilweise direkt aus der Lore auf den Weg verteilen oder wir haben den Schredder in Schubkarren geladen und durch den Windschutzstreifen gefahren und dort verteilt.

Eine ganz besondere Aufgabe war für uns das Zählen der Singschwäne im Ahlenmoor. Zunächst sind wir am Nachmittag mit dem Auto durch die Region gefahren und haben alle Singschwäne gezählt, die wir sahen. Das war zum Teil nicht einfach, da sich unter den Singschwänen auch Zwergschwäne befanden. Aber auch andere Tiere, wie Rehe, Kraniche und Silberreiher haben wir nicht außer Acht gelassen. Später ging es dann auch morgens in der Früh los zu den Schlafplätzen der Singschwäne, um sie beim Losfliegen im Morgengrauen zu zählen.

Durch den Schnee und die Kälte war es uns kaum möglich, draußen zu arbeiten. Somit haben wir auch im Haus mit angepackt. Da wir wegen Corona die Ausstellung und den Themenshop immer noch geschlossen haben, ist nun viel Zeit für Reparaturen im Haus. In der Ausstellung haben wir unter anderem beim Streichen der Wände und Waschen der Vorhänge geholfen. Die Themenkisten für die Moorbahnfahrten, die hoffentlich bald wieder stattfinden dürfen, haben wir entrümpelt und teilweise neu bestückt.
Zudem schreiten wir mit den Planungen für die Veranstaltungen im Sommer gut voran und unsere eigenen Projekte nehmen immer mehr Gestalt an.

Wie man sieht gibt es weiterhin noch viel zu tun hier im MoorIZ und es wird nie langweilig. In den nächsten Monaten erwarten uns viele Seminare und Workshops zu spannenden und unterschiedlichen Themen sowie viele Aufgaben hier im MoorIZ.

März & April

Mitte März öffneten wir unseren Themenshop und die Ausstellung und wir haben neue Aufsteller für den Eingang designt. Für Besucher haben wir ein Fischotter-Schaufenster neben dem Themenshop entworfen und eingerichtet, denn der Fischotter ist das Wildtier des Jahres 2021 und auch hier im Ahlenmoor zuhause. Außerdem haben wir den Waldrucksack überarbeitet. Demnächst können auch Moorpadrucksäcke für Familien ausgeliehen werden. Wir werden das an dieser Stelle bekannt geben, sobald sie fertig sind.

Auch draußen ist weiterhin viel zu tun. An Haltepunkt zwei, an dem Moorbahnbesucher über Pflanzen und Tiere im Moor informiert werden, wurde der Steg neu verlegt. Dafür haben wir moorspezifische Pflanzen, wie zum Beispiel Moosbeere und Sonnentau umgepflanzt, damit diese nicht von dem neuen Steg zerdrückt werden.
Auf einer anderen wiedervernässten Fläche haben wir mit der Naturschutzstiftung Landkreis Cuxhaven sogenanntes Schopper-Material verteilt (Nein, wir waren nicht im Moor shoppen :D). Shopper-Material wird ausgebracht, um bestimmte Torfmoosarten hier im Ahlenmoor wieder anzusiedeln, da diese sich nur schwer von alleine auf wiedervernässten Flächen ausbreiten.

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt ist nun endlich der Holzschredder auf dem Moorpad verteilt. Zusätzlich haben wir zur Grabensicherung einen Weidenzaun geflochten.

Am MoorIZ hatten sich in den Beeten wieder unerwünschte Pflanzen breit gemacht, welche wir mit dem restlichen Laub des letzten Herbstes entfernt haben. Zusätzlich haben wir die Rosen geschnitten, selbstgemachten Kompost verteilt und eine kleine Blumenwiese gesät. Von dieser können viele Insekten im Sommer naschen und finden im Insektenhotel am Parkplatz, welches wir erneuert haben, einen Brut- und Schlafplatz.

Wir konnten an weiteren interessanten Workshops und Seminaren teilnehmen und freuen uns genauso auf die Nächsten. Wir hoffen sehr in naher Zukunft die Veranstaltungen anbieten zu können, die wir im letzten halben Jahr geplant haben.

Mai & Juni

Das Wetter wird besser und die Coronazahlen flachen ab, sodass wir wieder mit dem Wahlpflichtkurs der Realschule Otterndorf zusammenarbeiten durften. An einem Nachmittag haben wir mit den Kindern das Buchweizenfeld, welches am Moorpad liegt, neu eingesät. Die Samen dafür haben wir mit den Kindern im letzten Herbst geerntet und getrocknet. Man kann schon sehen, dass die ersten Pflanzen anfangen zu wachsen. An einem weiteren Tag haben wir mit dem WPK das Ameisenprojekt durchgeführt. Gemeinsam ging es in den Wald, um das Leben der Ameisen genauer kennenzulernen.

Das sonnige Wetter gefällt auch den wilden Gewächsen, welche nun fröhlich aus unseren Beeten am Haus sprießen. Ein weiterer Grund für uns raus zu gehen und der munteren Entfaltung Einhalt zu gebieten.

Am Moorpad haben wir eine neue Bowflag aufgestellt, welche den Beginn des Moorpads für Wanderlustige und Spaziergänger deutlicher machen soll. Im Windschutzstreifen haben wir die Vogelkästen gezählt und dokumentiert, die zu Beginn des Jahres aufgehängt worden waren. Außerdem haben wir viele kleine Dinge erledigt die regelmäßig in unseren Aufgabenbereich fallen, wie z.B. harken, Schilder abwischen und Wasserproben nehmen. 

Im Wald, an unserem beliebten Wanderweg, haben wir passend zur Totholztafel einen Stapel aus abgestorbenen Ästen errichtet. Hier können nun alle begeisterten Naturforscher nach kleinen Krabbeltieren suchen. Der Stapel wird auch eine Station auf unserer Schnitzeljagt sein, die wir im Juli und August für Kinder anbieten. Wir freuen uns schon sehr, bald wieder Kinderaktionen durchführen zu können, die wir in den letzten Monaten geplant haben.

Aufgrund des Fischotterjahres haben wir auch am MoorIZ eine Mitmachaktion. Unsere Aufgabe war es ein Rätselsuchspiel zu entwickeln, die Karten dafür zu designen und auf dem Gelände zu verteilen. Außerdem können Besucher mit etwas Glück einen goldenen Seeotterstein finden. Wer das Rätsel löst oder den Stein findet, erhält am Infotresen eine kleine Überraschung.
Welche Schlaufüchse unter euch knobeln am besten? Kommt doch mal am MoorIZ vorbei und macht euch auf die Suche.
Des Öfteren sind auch wir am Tresen eingesetzt, beraten neugierige Besucher, verleihen Entdeckerrucksäcke und helfen bei der Organisation der Moorbahnfahrten.

Anfang Juni hatten wir unser letztes FÖJ-Seminar. Leider fand dieses aus organisatorischen Gründen wieder online statt und wir mussten uns von unseren Mit-FÖJler:innen verabschieden. Insgesamt haben uns die Seminare und Workshops viel Spaß bereitet.

Jetzt brechen für uns die letzten zwei Monate an, in denen wir noch als FÖJler:innen hier im Ahlenmoor arbeiten dürfen. Wir freuen uns darauf und sind gleichzeitig schon etwas traurig, dass diese schöne Zeit bald zu Ende geht.

Peatlands International

Die International Peatland Society (IPS) ist eine Organisation von Einzelpersonen, Unternehmen und Institutionen, die sich für ein verantwortungsvolles Management und eine sinnvolle Nutzung von Torfgebieten und Torf einsetzen.

Hanne und Marie haben einen Artikel über ihr Jahr auf englich verfasst und die IPS hat ihn in ihrem Journal gerne abgedruckt.

https://peatlands.org/about-us/organisation/  |  https://www.facebook.com/peatlands/

Juli & August

Das Ende unseres freiwilligen ökologischen Jahres ist nun zum Greifen nah und wir schauen mit Freude und etwas Wehmut auf die schöne Zeit zurück. Die letzten zwei Monate sind wie im Flug vorüber gegangen und hier im MoorIZ war sehr viel los. Ein großes Highlight und mächtiger Erfolg war der Moormarkt. Bei den Vorbereitungen waren wir mit eingebunden und am Tag selber hat uns das Wetter in die Hände gespielt, mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Uns hat es sehr gefreut, dass so viele Besucher gekommen sind.

Auf einer Fläche an einem der Haltepunkte von der Moorbahn haben wir Sämlinge gezogen, damit diese nicht seltene Moorpflanzen überwuchern. Sonst waren wir eher im Haus eingesetzt, haben Veranstaltungen vorbereitet und saßen oft am Infotresen im Themenshop. Da in den meisten Bundesländern Ferien waren, oder immer noch sind, gab es einen großen Ansturm und langweilig wurde uns nicht. Wir haben jede Menge Shopartikel und Ausstellungstickets verkauft, Besucher bezüglich unserer Wanderwege und Moorbahn-Abfahrzeiten beraten, Entdeckerrucksäcke verliehen und nach einem langen, doch erfolgreichen Tag, alles für den Nächsten fertig gemacht.

Auch im Haus gibt es nun zwei neue Ausstellungsteile zu entdecken. Im ersten Stock haben wir mit der Künstlerin Katrin Peper ihre Bilder aufgehängt, die unter dem Thema Artenvielfalt noch einige Wochen unsere Wände schmücken. Wir waren dafür zuständig passende Informationsmaterialien herauszusuchen, zu bestellen und nun bei Bedarf immer wieder aufzufüllen. Für den dauerhaften Teil, der Moorarchäologie, hat Hanne ein Modell eines Großsteingrabes gebaut, welches man selber aus dem Moor „ausgraben“ kann. Das war ihr FÖJ-Projekt und kam sogar in die Zeitung. Maries Projekt ist ein wunderschön gestaltetes Malbuch zum Ahlenmoor, was bald gedruckt werden kann und anschließend bei uns im Themenshop erhältlich sein wird.

Auch die Kinderaktionen, die wir schon im Winter geplant hatten konnten nun endlich stattfinden. Sie waren zwar teilweise anstrengend, haben uns aber riesigen Spaß bereitet und wir haben so viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Am Hexentag sind wir mit den Kindern über den Moorpad geflogen, haben fleißig gezaubert und in der Tiererlebniswoche haben wir viele interessante Tiere gefunden. Im Labor haben wir sie näher betrachtet und unsichtbare Welten sichtbar gemacht mithilfe der Binokulare. Nun haben wir auf jeden Fall Übung, wenn es um Kinderveranstaltungen geht.

Jetzt schon erinnern wir uns gerne zurück an die letzten 12 Monate und werden das Ahlenmoor, das MoorIZ und unsere lieben Kollegen vermissen. Wir sind uns sicher: nach der Schule hier unser FÖJ zu machen, war definitiv die richtige Entscheidung. In dieser langen und doch so kurzen Zeit, haben wir uns Herausforderungen gestellt, stressige Zeiten überstanden, Kontakte geknüpft, Neues ausprobiert, zusammengearbeitet, wurden kreativ, sind verantwortungsbewusster geworden, haben Witze gerissen, Spaß gehabt, gelacht und immer sind wir mit unseren Aufgaben gewachsen.

Wir sagen ein riesengroßes Dankeschön an das gesamte Team vom MoorIZ für eure Herzlichkeit, Geduld, Unterstützung, Offenheit und euer Vertrauen. Wir werden euch nicht vergessen und kommen mehr als gerne mal auf ein Stück Kuchen zu Besuch.

Tschüss und schönen Feierabend wünschen Hanne und Marie.

Bundesfreiwilligendienst

Im Bundesfreiwilligendienst kann sich jeder engagieren, der die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat: Menschen jeden Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht (je nach Bundesland mit 16, manchmal auch schon mit 15 Jahren), Männer und Frauen. Jüngere Freiwillige erwerben und vertiefen ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen, ältere Freiwillige bringen ihre eigene Lebens- und Berufserfahrung ein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.
Im Ahlenmoor können Sie auch als „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienstler) mitwirken. Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren. Im MoorIZ liegt der Einsatzbereich in der Umweltbildung und der Unterstützung des MoorIZ-Teams bei der Einrichtung und Pflege der Informationsleistungen für Besucher. Wenn Sie also gerne mit Menschen umgehen, Ihnen Umwelt und Naturschutz am Herzen liegen und Sie sich ehrenamtlich einbringen wollen, sind Sie bei uns genau richtig.

In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden. Beim Bundesfreiwilligendienst handelt es sich grundsätzlich um einen ganztägigen Dienst. Für Freiwillige über 27 Jahren ist aber auch ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Mehr Informationen finden Sie unter www.bundesfreiwilligendienst.de.

Wollen Sie mehr zu den Einsatzbereichen im Ahlenmoor erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Ansprechpartnerin ist Karin Fäcke, .

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